Was Kleinkinder brauchen
Aktualisiert (Donnerstag, 18. September 2008 um 11:12) Geschrieben von: Ulrike Bach Freitag, 15. August 2008 um 00:35
Spätestens seit "Pisa" befürchten viele Eltern, dass eine Kindheit ohne gezielte Förderung ihre Kinder nicht mehr gut genug auf die Anforderungen unserer Leistungsgesellschaft vorbereitet.
Und angeblich lernt ein Kind ja nie wieder so leicht wie in den ersten Lebensjahren. "Frühkindliche Bildung" lautet daher das Zauberwort, das Politiker der Bildungsmisere entgegenhalten und bei Eltern und Kinder oft zu einem vollen Terminkalender führt. Ist diese "Förderwut" tatsächlich das Richtige für unsere Kinder? Die Beiträge aus Gehirn&Geist, die in diesem zweiten Teil zusammengestellt sind, helfen Eltern, Pädagogen und Erzieherinnen, sich Ihre eigene Meinung zu bilden.
Trost für Trotzköpfe
Irgendwann im zweiten Lebensjahr beginnen Kinder intensiv ihre Grenzen auszutesten. Brüllen, heulen oder sich auf den Boden werfen gehören nicht selten dazu. Wie Eltern und ihr Nachwuchs die nervenaufreibende Trotzphase besser überstehen.
Vom Engel zum Bengel
Schon mit anderthalb Jahren können sich Kleinkinder in andere einfühlen; im Vorschulalter unterscheiden sie gerecht und ungerecht. Aber nicht Vernunft, sondern Mitgefühl veranlasst sie, anderen zu helfen.
Wir machen faustlos!
In Kindergärten und Grundschulen lernen Kinder durch ein spezielles Gewaltpräventionsprogramm, Konflikte friedlich zu lösen.
Generation Ergo
Entwickelt sich ein Kind nicht nach Plan, erschallt schnell der Ruf nach einer Ergotherapie. Doch deren Einsatz bei den Kleinen ist umstritten. Sind die Erwartungen an die Fördermethode übertrieben?
Streitgespräch : Ergotherapie für Kinder – Modebehandlung oder sinnvolle Förderung?
Kinderneurologe Helmut Hollmann und der Vorsitzende des deutschen Verbands für Ergotherapeuten Arnd Longrée diskutieren über das Pro und Kontra der Methode.
Wenn die Wörter laufen lernen
Kinder eignen sich die Muttersprache beinahe mühelos an - vorausgesetzt man unterstützt sie ein wenig dabei.
Hilfe für Spätzünder
Was tun, wenn ein Kind mit zwei Jahren noch nicht mehr sagt als "Mama" und "hüa"? Sprachtherapeuten wissen Rat.
Stichwort Mehrsprachigkeit
Bilingualismus-Expertin Rita De Bleser erklärt, warum Kinder davon profitieren, wenn sie zweisprachig aufwachsen.
Jedes Wort ein Wagnis
Wenn ein Kind gegenüber Fremden plötzlich den Mund nicht mehr aufmacht, hoffen Eltern oft, dass sich das irgendwann von selbst gibt. Doch selektiver Mutismus, wie das hartnäckige Schweigen heißt, gehört in therapeutische Hände.
Daddel dich schlau?
Kaum ein Kind, das sich nicht für Computerspiele interessiert! Beim Heranführen an das Medium sollten Eltern allerdings pädagogisch sinnvolle Produkte wählen.
Jetztschlägt's zehn-drei!
Kleine Asiaten übertrumpfen europäische und amerikanische Kinder regelmäßig im Zählen und Rechnen. Das liegt vermutlich and der anders aufgebauten Muttersprache, meint der Neurowissenschaftler Michael Fayol.
Zahlenspiele im Kindergarten
Schon Kleinkinder können mathematische Zusammenhänge begreifen – wenn man diese auf die richtige Weise nahe bringt. Ein erfolgreiches Modellprojekt
98 Seiten, ISBN 978-3-938639-93-1, € 8,90


